Vom Ostkap bis nach Kapstadt | Episode 11

Südafrika

Die zweite Hälfte unseres Roadtrips in Südafrika führte uns über Knysna, Mossel Bay und Stellenbosch bis nach Kapstadt. Die Natur war wahnsinnig abwechslungsreich und wir haben es so sehr genossen, so frei dieses wunderschöne Land zu erkunden. Absoluter Höhepunkt in Kapstadt war eine ziemlich anspruchsvolle Wanderung auf den Table Mountain.

Galerie – Peru

Peru

Einmal quer durch Peru

Peru

Die letzten Monate unserer Weltreise verbringen wir in Südamerika. Es geht los mit Peru. Anfangs wussten wir überhaupt nicht, wie wir durch Peru reisen und wie alles funktionieren soll. Aber dann haben wir Peru Hop gefunden. Ein Bustouranbieter, der verschiedene Routen anbietet quer durch Peru. Wir entscheiden uns für die Tour von der Hauptstadt Lima bis nach La Paz, der Hauptstadt von Bolivien. So bereisen wir den südlichen Teil Perus. Wir sind mega happy, denn Peru Hop ist top organisiert und die Busse sind sicher und sehr komfortabel.

In diesem Blogbeitrag nehmen wir euch mit und erzählen ein wenig über jede Station, die wir in Peru angefahren sind. Und los geht’s…

LIMA. Die Hauptstadt Perus liegt direkt am Pazifik und ist RIIIEESSIIGG. Hier verbringen wir 4 Nächte. Direkt im Zentrum der Stadt, dem Stadtteil Miraflores, haben wir unsere Unterkunft und können zu Fuß alles entdecken, was für Touris sehenswert ist. Mit einer Free Walking Tour bekommen wir einen super Überblick für die Stadt. Die Touren werden in vielen Städten angeboten und sind echt mega empfehlenswert. Wir besuchen ein Schokoladenmuseum mit Tasting, trinken das traditionelle Getränk Pisco Sour, besuchen verschiedene Plazas und eine Tempelanlage der Inkas. In Peru ist gerade kein Sommer, sodass Lima ziemlich nebelig und grau ist. Hier regenet es aber NIE. Wenn, dann leichter ganz feiner Niesel.

PARACAS. 2 Stunden südlich von Lima liegt Paracas. Eine kleine Stadt am Meer. Hier ist es richtig warm und sommerlich. Wir haben nochmal ein leichtes Strandfeeling, juhu! Nach ein paar Spaziergängen und leckerer Ceviche, roher Fisch in Limettensaft mit Zwiebeln und Mais, ist das Highlight der Nationalpark von Paracas. Dieser Park war einst ein Meer und ist jetzt eine Wüstenlandschaft, die geschützt ist. An den Steinen kann man überall altes Meersalz Salz abkratzen. Ein einziges Dorf mit indigenen Bewohnern hat die Erlaubnis, in der Wüste Paracas zu leben.

HUACACHINA. Nach ein paar Nächten in Paracas geht es weiter in die Wüste. Wir besuchen die Oase Huacachina. Die erste Oase auf unserer Reise mitten in der Wüste. Abgefahren! Wir sind total begeistert. Hier verbringen wir 3 Nächte und kosten die Möglichkeit des Sand Boardings voll aus. Die vielen Sanddünen bieten die perfekten Bedingungen mit Snowboards oder Sand Boarding Brettern runter zu düsen. Über Peru Hop haben wir uns nicht entgehen lassen, eine Sand Boarding Tour zu buchen. Anfangs dachten wir, dass es langweilig sein könnte, aber das komplette Gegenteil ist der Fall. Wir fahren in einer Gruppe von 8 Personen in einem Geländebuggy durch die Sandwüste. Unser Fahrer brettert über die Dünen wie eine Wildsau. Wie Achterbahn fahren… ultra genial!!! An manchen Dünen hält er an und wir können runter boarden. Es ist ein abolutes Highlight und macht super viel Spaß. Am Abend spazieren wir die Düne ganz hinauf, was super anstregend ist, um den tollen Sonnenuntergang in der Sandwüste Perus zu genießen.

NASCA. Wir sind immer noch in der Wüstengegend Perus und fahren mit dem Bus zu den berühmten Nasca Lines. Große dicke Linien, die vor tausenden von Jahren in den Dreck gezeichnet wurden und verschiedene Motive ergeben. Von einem Aussichtsturm können wir drei Motive sehen. Um alle zu sehen muss man einen Flug buchen. Das Besondere ist, dass diese Linien schon seit tausenden von Jahren bestehen und Dreck und Wind sie einfach nicht verschwinden lassen. Man weiß auch nicht, wie sie dort hingekommen sind. Es ist ein absolutes Mysterium. Die Stadt Nasca selbst ist nicht sehr schön und sehenswert. Wir verbringen hier drei Nächte und sind viel in der Unterkunft, die auch etwas seltsam ist. Alles in allem ist Nasca nicht soooo empfehlenswert, weil ein bisschen langweilig.

AREQUIPA. Nach unserem ersten Nachtbus, der wirklich sehr bequem ist, kommen wir in Arequipa an. Eine Kolonialstadt, die sehr stark spanisch geprägt ist in ihrer Architektur. Eine wirklich traumhafte Altstadt mit vielen Läden und kleinen Gassen. In Arequipa machen wir wieder eine Free Walking Tour mit und erfahren noch mehr über die Inkas, die Ureinwohner Perus, und die erste Hochkultur überhaupt. Ein Alpaka Museum darf nicht fehlen. Wir erfahren alles über die Wolle und den Herstellungsprozess. Die Tiere sind echt super süß. In den Tagen treffen wir auch auf eine katholische Zeremonie vor unserer Haustür. An den Oktoberwochenenden wir gefeiert mit Umzügen und Straßenfesten. Viele Peruaner nahmen die katholische Religion der Spanier an, oft wird der katholische Glaube aber auch ein wenig vermischt mit dem traditionellen Glauben an Mutter Natur.

COLCA CANYON. Ein Highlight ist für uns unsere dreitägige Wanderung im Colca Canyon bei Arequipa. Wir haben uns sehr gewünscht, in Südamerika eine größere Wanderung zu machen. Oftmals ist das saumäßig teuer, aber diese Tour war absolut bezahlbar und wir können uns diesen Traum erfüllen. Wir sind mittlerweile auf 3500m über dem Meeresspiegel und auf dieser Höhe beginnt auch die Wanderung. Wir starten am ersten Tag mit 4 Stunden bergab. So kommen wir auf etwa 2500m und sind mitten im Canyon. Die Tour ist in einer Gruppe von 15 Personen organisiert und unser Guide Roy ist super. Er wuchs in dieser Gegend auf und macht diese Wandertouren seit 12 Jahren, 3-4 mal die Woche. Wahnsinn! Unser erste Nacht verbringen wir in einer kleinen Hütte und haben lecker Alpaka Steak. Am zweiten Tag wandern wir durch zwei Dörfer durch, an Alpakas und Llamas vorbei mit dem Ziel einer kleinen Oase. Dort verbringen wir die zweite Nacht. Wir haben ein kleines Häuschen nur für uns. Die Nacht ist aber sehr kurz, denn bereits 5:00 Uhr morgens beginnen wir den Weg bergauf. 3 Stunden bergauf, um von 2500m wieder auf 3500m zu kommen. Das ist definitiv der anstrengenste Teil. Uschi hat mittlerweile auch mehrere Blasen an den Füßen, aber egal… Mit unserem Bambuswanderstock geht alles! Wir sind so überglücklich die rund 20km geschafft zu haben und freuen uns auf unser Frühstück in der kleinen Stand Cabanaconde, die am oberen Rand des Canyons liegt. Der Moment, wieder im Bus zu sitzen, ist grandios. Unsere Waden und Füße schmerzen wie Sau. Bevor es wieder nach Arequipa zurück geht halten wir noch bei Hot Springs. Kleine natürliche Pools mitten in der Pampa. Nach drei Tagen Wanderung war das die absolute Entspannung. Wir sind überglücklich und haben diese 3 Tage sehr genossen!

CUSCO. Das Zentrum der Inka-Kultur. Cusco liegt genau in der Mitte zwischen Argentinien, Chile Bolivien, Peru und Equador. Eine wunderschöne Kolonialstadt auf etwa 3800m, die quasi komplett denkmalgeschützt ist. Die Häuser dürfen beispielsweise nur zweistöckig sein, sodass die vielen Kirchen in der Stadt immer die höchsten Gebäude bleiben. Nach einer Free Walking Tour durch die Stadt haben wir ein wenig einen Eindruck von Cusco. Hier lassen wir uns das erste mal einen Alpaka Burger schmecken und sind total begeistert. Unser Shoppingfieber überfällt uns hier auch total. In der Gegend von Cusco leben viele Alpakas und Llamas, wodurch es ultra viel an Alpaka Kleidung gibt und natürlich typisch peruanische Ponchos. Reimar hat eine warme Mütze aus Alpakawolle gekauft und Uschi einen traumhaften Poncho erwischt. Wir müssen uns richtig zusammenreißen mit Shopping… Natürlich ist hier auch der berühmte Machu Picchu. Wir haben uns nach vielem Hin und Her dagegen entschieden, den Machu Picchu zu erklimmen. Allein der Eintritt in das Gelände kostet 60$ pro Person, dann braucht man noch eine ewig lange Busfahrt und mindestens eine Übernachtung. Aber Reimar hat sich eine günstige Alternative überlegt. Anstelle des berühmten Machu Picchu, der auch überfüllt von Touristen ist, machen wir eine Wanderung auf eigene Faust.

ZONA X, CUSCO. 16 km geht es durch die Natur. Als erstes besuchen wir den Mondtempel aka Templo de la Luna, der leider verschlossen ist für Touristen. Aber man kann die äußeren Ruinen super gut erkennen. Nachdem wir uns ein wenig verlaufen haben und durch ein Privatgelände durch sind, finden wir den Felsen der sogenannten Zona X. Reimar hat nur drei Blogeinträge über dieses Gebiet gefunden. Es ist wohl ein altes Militärgelände. Es ist total spannend, denn der Felsen, den wir erstmal hochklettern müssen, ist durchsetzt mit hunderten von Tunneln und Höhlen. Natürlich erkunden wir direkt ein paar davon. Manche sind sehr easy zu durchlaufen, manche sind extrem tief und eng, manche sind steil und wir müssen klettern. Hoch und runter. Absolut genial. Und das beste ist, wir sind komplett allein, denn keiner kennt diese Region! Nachdem wir uns in den Tunneln verausgabt haben geht es weiter über eine Weide. Leider verlaufen wir uns wieder ein wenig und werden in einem Dorf von einer Mama verjagt. Also ist ein Umweg angesagt. Verschiedene Inka-Ruinen und traumhafte Landschaft umgeben uns. Der vorletzte Stop ist der Teufelsbalkon oder auch Balcon de los diablos. Ein Steinbalkon in einem steilen Felsen, in den ein kleiner Fluss eine große Höhle reingegraben hat. Ziemlich schön und umgeben von Inka Terassen, die für den Anbau von Quinoa, Kartoffeln und Mais genutzt werden. Das beste ist, dass wir durch den Felsen hindurch, das Flussbett entlang klettern können. Es ist ziemlich nass und kalt aber extrem spannend. Unsere crazy Wanderung endet bei dem Christo Blanco. Eine weiße große Jesusstatue, die über Cusco wacht.

PUNO. Unsere Reise durch Peru endet am Titicaca See! Der höchste beschiffbare See der Welt. Der sechstgrößte See der Welt mit etwa 217m Tiefe. Die kleine Stadt Puno liegt direkt am Titicaca See. Hier verbringen wir eine Nacht und sind sehr überrascht von dieser wundervollen Umgebung. Erstmal etwas Leckeres Frühstücken mit frischen Waffeln, bevor wir eine kleine Wanderung starten. Wir wollen die 620 Treppenstufen zum Mirador del Condor schaffen. Dieser große Stahlvogel wacht, ähnlich wie der Christo Blanco in Cusco, über die Stadt und von da oben hat man einen traumhaften Blick über den See. Wir sind ziemlich kaputt nach den vielen Stufen aber es lohnt sich. Ein leckeres Mittag mit Alpaka Steak gibt uns wieder neue Energie für einen Bootstrip. Wir haben einen zweistündigen Bootstrip auf den Titicaca See gebucht und sind begeistert. Mit etwa 20 Personen sitzen wir in einem kleinen Motorboot und düsen davon. Der Trip besteht daraus, zwei Inseln anzufahren und mehr über die Inselbewohner zu erfahren. Auf dem Titicaca See schwimmen 87 künstlich erbaute Inseln, auf denen insgesamt 2000 Menschen leben. Ultra spannend, denn wir wussten nicht, dass es auf der Welt Menschen gibt, die AUF einem See wohnen. Die Uros, so nennt sich dieses indigene Volk, leben auf Schilfinseln. Sie bauen die Inseln und ihre Häuser, sowie ihre Boote selbst und komplett aus Schilf. Der Chef einer Gruppe von fünf Familien begrüßt uns und demonstriert uns mit unserem Guide zusammen, wie das alles funktioniert. Wir dürfen auch in ein Häuschen schauen, in dem eine fünfköpfige Familie wohnt. Sie essen bestimmte Fische, Vögel und deren Eier und leben mittlerweile komplett vom Tourismus. Wir sind total begeistert, denn so eine Lebensweise haben wir noch nie gesehen. Umso mehr berührt es uns, welche unterschiedlichen Lebensweisen es gibt.

Peru überrascht uns! Die Natur ist traumhaft schön und es ist extrem interesant mehr über die Inkas erfahren zu dürfen. Wir besuchen ein Inka Museum und sind erstaunt über deren Lebensweise und was sie alles entwickelt haben. Die Peruaner sind extrem stolz auf ihre Wurzeln und übernehmen einige Traditionen aus der Inkazeit heute noch. Uschi wusste gar nicht, dass Kartoffeln ursprünglich aus Peru kommen. Verrückt. Manche Peruaner leben auch nach dem Inka Kalender und nicht nach unserem gregorianischen Kalender. Alles sehr spannend. Meerschwein ist hier neben Alpaka auch ein traditionelles Gericht. Das haben wir aber nicht geschafft zu probieren. Außerdem sind die Berglandschaften atemberaubend und wir freuen uns riesig auf Bolivien und die Anden!

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Galerie – Amerika

Amerika

Wir haben jetzt Freunde in Davis und Norco

Amerika

Die letzten zwei Wochen in Amerika verbringen wir bei neuen Freunden. Zuerst geht es in den Norden Kaliforniens, in die Studenten- und Fahrradstadt Davis. Wir haben eine wunderschöne Zeit bei Sean und seiner Familie. An Uschis Geburtstag besuchen wir morgens Sacramento, die Hauptstadt von Kalifornien. Ein leckeres Frühstück ist der beste Start in den Tag. Danach geht es zur Emerald Bay. Eine riesige, wunderschöne Bucht des Lake Tahoe umgeben von Wald und Wanderwegen.

In der Zeit in Davis besuchen wir sogar ein typisches Highschool Football Game. Abgefahren und wie im Film! Außerdem erleben wir einen typischen Farmers Market, das Apple Hill Fest. Alles dreht sich um Äpfel und wir haben dort den besten Apfelmilchshake ever. Eines der Highlights in dieser Zeit ist unser Ausflug in den Lassen Volcano Nationalpark. Es ist der kälteste Tag unserer gesamten Reise inklusive Schneesturm am Ende des Tages. Wahnsinn! Wir wandern drei verschiedene Routen. Eine ziemlich steile zu einem Bergsee. Eine kleine Runde zu natürlichen Schlammbädern, die dampfen und blubbern. Schwefel und haufenweise Gase steigen aufgrund der Vulkanaktivität aus der Erde auf. Es stinkt wie die Sau, sieht aber super aus. Die Schlammlöcher und dampfenden Spalten im Boden sind aber aber so heiß, dass man sich besser davon fernhält, hier gab es sogar schon Todesfälle! Die letzte Wanderung geht an einem Fluss entlang bis zum größten Wasserfall im Nationalpark, und genau in dem Moment als wir wieder am Auto ankommen beginnt es zu schneien und es wird immer grauer und nebeliger. Die Heimfahrt ist regelrecht weihnachtlich, weil es stürmt und schneit. Uschi macht direkt mal Weihnachtsmusik an…

Die Tage bei Familie Morgan sind sehr entspannt. Wir machen ein paar wunderschöne Ausflüge, besuchen ein paar Kirchen und feiern einen tollen Geburtstag von Uschi. Wir haben auch ruhige Tage, an denen wir nur im Haus chillen und nichts machen. Es ist so familiär, dass es sich teilweise so anfühlt, als würden wir Onkel und Tante besuchen.

Dann geht es auch schon wieder in den Süden Kaliforniens, in die Pferdestadt Norco. Die Stadt liegt bei L.A., aber viel weiter im Inland, und hat die längsten Pferdestraßen Kaliforniens. Viele reiten mit ihren Pferden zum Einkaufen und dafür gibt es überall schmale Pferdewege und extra Vorrichtungen, an denen man die Pferde anbinden kann. Wir verbringen vier letzte Nächte bei der Cousine unser lieben Freundin Dijana, mit der wir bereits zusammen in Uganda waren. Steffi und ihre Mama machen gemeinsam Granola, was sie auf Märkten verkaufen und bald auch in Deutschland auf den Markt bringen! Ein Teil des Hauses ist die Produktionsstätte des handgemachten Granolas. Wir dürfen die verschiedenen Sorten probieren und sind mehr als begeistert. Steffi hat drei Hunde, mit denen wir spielen, und wir besuchen zusammen Laguna Beach. Ein kleine süße Stadt am Strand. Wunderschön, zauberhafte Strände und leckeres Essen erwarten uns. Das Highlight ist das Autokino am letzten Abend in Amerika. Zusammen mit Steffi und ihren Freunden schauen wir uns den Film „The Joker“ an und damit haben wir auch mal so ein richtig amerikanisches Autokino erlebt.

Amerika überrascht uns in vielerlei Hinsicht. Wir sind überwältigt von der Vielfalt der Natur. In kürzester Zeit durften wir so viele verschiedene Facetten der Schönheit Gottes entdecken, dass wir regelmäßig sprachlos waren. Besonders war die Zeit mit unserem Van Erwin. Wir haben aber auch die Zeit bei den verschiedenen Menschen sehr genossen. Gott erinnerte uns durch die Menschen daran, wie wichtig Großzügigkeit und Gastfreundschaft ist. Wir wurden überall herzlich empfangen und Teil der Familie. Steffis Mama inspirierte uns auch für Neues in der Küche. Beispielsweise macht sie ihren Joghurt selbst! Super lecker und eine absolute Inspiration.

Jetzt geht es auf den letzten Kontinent unserer Reise. Nach Südamerika.

Bis ganz bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Roadtrip durch Kalifornien

Amerika

Letztes Jahr, als wir die Reise geplant haben, waren wir unglaublich happy darüber, den Camper Van für Australien gebucht zu haben. Wir erfüllten uns damit einen Traum und hatten eine unglaubliche Zeit in Australien in unserem kleinen Bus. Reisen mit einem Camper Van war damit für uns eigentlich abgehakt. Doch ist Gott immer für eine Überraschung zu haben. Wir hätten uns das niemals erträumen lassen, dass wir tatsächlich ein zweites Mal in diesem Jahr mit einem Caper Van durch ein Land reisen werden. In Fiji buchten wir über eine Social Media Kooperation also unseren Van für Kalifornien.

Nach einer Woche in Los Angeles geht es für uns 11 Tage durch die USA. Wir holen unseren Camper Van ab und sind begeistert, denn er ist viel größer als der in Australien. Wir können im Bus stehen, wir haben eine größere Küche mit Mikrowelle und Kühlschrank. Wir haben einen normalen Wasserhahn und keine Pumpe. Unglaublich… Wir erwischen uns dabei, dass wir direkt ein wenig überfordert sind, uns einzurichten und die Größe und Geräumigkeit des Busses zu realisieren. In diesem Blogbeitrag möchten wir euch von unseren einzelnen Stationen berichten. Los geht’s…

Erster Halt: San Diego. Mit dem Bus, den wir Erwin getauft haben, geht es in den Süden nach San Diego. Der Küste entlang bestaunen wir die Natur und freuen uns auf ein wenig Stadtfeeling. Wir übernachten in einer Bucht direkt am Wasser in der Stadt. San Diego ist sehr nah an der mexikanischen Grenze. Mit Erwin düsen wir bis an die Grenze, weiter dürfen wir aber mit dem Mietwagen nicht. Die Stadt ist aber vor allem für Reimar sehr besonders. Wir besuchen ein Taco Restaurant, dessen Inhaber ein ausgezeichneter Koch ist. Reimar ist ein großer Fan von Sam The Cooking Guy und seinen Youtube Videos. Glücklicherweise treffen wir Sam sogar in der Little Italy Food Hall, in seinem Restaurant Not Not Tacos. Sam empfiehlt in seinen Videos auch einen beosnderen Eisladen, den wir natürlich auch direkt auschecken. Nach den oberleckeren Tacos von Sam the Cooking Guy geht es an die Eistheke. Wir probieren die Sorten Aktivkohle Vanille, Pistazie, Meditarano und Kokos Schokochips. Für uns ist das das BESTE Eis, was wir jemals gegessen haben.

Zweiter Halt: Joshua Tree Nationalpark. Von San Diego aus geht es mit unserem Erwin von der Küste ins Inland Richtung Wüste. Das erste Mal Wüste in diesem Jahr und wir freuen uns total wieder eine andere Art von Landschaft entdecken zu dürfen. Endstation ist der besondere Joshua Tree Nationalpark. Es wird immer heißer und trockener. Wir verbingen eine Nacht im Nationalpark neben riesigen Felsen, denn der Park besteht aus riesigen, runden Felsformationen und Kakteen. Wir können es kaum in Worte fassen aber die Landschaft ist so besonders. Uschi hat immer wieder das Gefühl, dass es regelrecht unecht ist und man in einer Filmkulisse sitzt. Hier entsteht auch die Schnapsidee, dass Uschi Reimi die kompletten Haare abrasiert. Am nächsten Tag fahren wir weiter durch die Wüste. Eine Strecke, in der die Mojave Wüste und die Colorado Wüste zusammen treffen. Ein Abstecher in einen Kaktus Garten bevor es von der Wüstenlandschaft ins Grüne geht.

Dritter Halt: Grand Canyon. Amerika überrascht uns immer wieder. An einem Tag fahren wir einmal durch die trockene Wüstengegend und ein paar Stunden später sind wir plötzlich im grünen Wald. Die Landschaften ändern sich in kürzester Zeit. Wir fahren sogar ein Stück auf der berühmten Route 66. Kilometerweit geht es einfach geradeaus bis wir den Grand Canyon erreichen. Hier verbingen wir zwei Nächte in dem Grand Canyon National Forest, in dem wir auch manchmal nachts Wildhunde hören. Ein kostenloser Platz mitten im Wald mit Lagerfeuer. Gerade noch waren wir erstaunt von der Wüste, sind wir jetzt erstaunt von der Größe und Weite des Grand Canyons. Wir nutzen die zwei Tage, um ein wenig an der südlichen Kante des Canyon zu wandern, die Aussicht zu genießen und zu entdecken, was dieser Canyon alles zu bieten hat. Er ist unglaublich groß, sodass wir nur ein wenig von dem South Rim und dem Nord Rim entdecken können.

Vierter Halt: Las Vegas. Wieder einmal düsen wir mit Erwin kilometerweite Straßen einfach nur gerade aus. Dabei treffen wir auf eine Bison Herde, die die Straße überquert. So unglaublich. Der Weg in die Lichterstadt zieht sich sehr lang, sodass wir Las Vegas spät am Abend, wenn die Stadt zum Leben erwacht, erreichen. Erstmal einen Burger essen im In’N’Out… Ja, wie ist Las Vegas? Groß, mitten in der Wüste, voll von Menschen, hell erleuchtet von Lichtern, überall Kneipen, Cafés, Theater, Clubs. Wir fahren durch das Zentrum und ja, es ist genau wie im Film. Die Stadt überfordert uns aber auch ein bisschen. Wir schlafen auf dem McDonalds Parkplatz zwischen ein paar anderen Campern. Bei Tageslicht machen wir einen kleinen Spaziergang, stellen aber schnell fest, dass wir eigentlich wieder aus der Stadt raus und in die Natur wollen. Also auf geht’s!

Fünfter Halt: Bishop. Wieder im Bus und los gehts von der Wüstenstadt Las Vegas in Richtung Berge. Die Landschaft verändert sich wieder. Ewig lange grüne Weiten mit einer Bergkette im Hintergrund. In der nähe von der kleinen Stadt Bishop landen wir auf einem Parkplatz und zufälligerweise auch bei den Whitmore Hot Springs, die hier auf natürliche Weise immer wieder entstehen. Mitten im Nirgendwo, auf einer grünen Wiese, zwischen hunderten von Kühen sind drei heiße Quellen zum Baden. Das lassen wir uns nciht zwei mal sagen und sind in Null Komma Nichts im Pool. Kleine Pools, gefüllt mit natürlichem, heißem Wasser und neben dran die Kuh. im Pool lernen wir ein Pärchen aus L.A. kennen, mit dem wir abends noch zusammen im Erwin kochen und essen. Unsere ersten und letzten Gäste im Bus. 😉

Sechster Halt: Yosemite Nationalpark. Wir sagen Tschüssi zu den Kühen, die nicht nur um die Pools herum stehen sondern auch um unseren Bus und düsen weiter. Es wird immer bergiger, kurviger und wir fahren immer höher in Richtung Yosemite Nationalpark, auf den wir uns schon sehr freuen. Wir genießen ein paar Ausichtspunkte und staunen über die Weite und die wunderschöne, vielseitige Landschaft Kaliforniens. Bevor wir den Nationalpark so richtig entdecken schlafen wir eine Nacht vor dem Eingang an einem schönen Fluss. Wir genießen die Abende in unserem Van. Wir können leckeres mexikanisches Essen kochen, sind für uns in unserem kleinen fahrbaren Zuhause und rings um uns herum nichts weiter als Natur. Am nächsten Tag geht es früh los und mit voller Erwartung in den Nationalpark. Wir staunen über diese Schönheit und vor allem über die Hauptatraktion, den riesigen Berg El Capitan. Ein paar kleine Wanderungen lassen unser Staunen nicht verblassen. Wir besuchen den Lower Yosemite Fall, wandern zum Taft Point und treffen auf einen Slackliner, der hunderte Meter über dem Tal über seine Slackline balanciert. Am Taft Point haben wir einen unglaublichen Blick auf den El Capitan. Am späteren Nachmittag entdecken wir noch den Grand Grizzly Loop und treffen am Ende sogar auf einen Bären. Die Landschaft ist hier sehr steinig und bergig, durchsetzt mit verschiedenen Nadelbäumen. Schweren Herzens sagen wir auch hier schon Tschüssi. Die elf Tage gehen schnell vorbei, aber wir genießen jede Minute.

Letzter Halt: San Francisco. Von der bergigen Landschaft im Inland Kaliforniens geht es wieder in Richtung Küste. San Francisco ist unsere letzte Station, bei der wir auch unseren Erwin abgegen müssen. Wir genießen bei Sonnenuntergang die Golden Gate Bridge und schlafen direkt an der Brücke mit Blick auf die Stadt. Am letzten Morgen unseres Roadtrips frühstücken wir auf der Mauer vor der Brücke. Bevor wir Erwin auf Wiedersehen sagen müssen, düsen wir ein wenig durch die Stadt mit den berühmten steilen Straßen.

Auf unserem Trip fuhren wir durch Kalifornien, Nevada, Arizona und ein wenig von Utah. Gesamt legten wir 2401 Meilen zurück und haben unglaubliche Eindrücke gesammelt.

Bis bald, eure Herr & Frau Weltenbummler 👋🏻

Eine Woche Los Angeles

Amerika

Angekommen in Amerika. Die letzte Hälfte unserer Reise beginnt und wir starten in Los Angeles für eine Woche. Wir sind bei einem älteren Ehepaar im Gästezimmer, nicht weit von Manhatten Beach, untergekommen. Ein kleiner Raum mit eigenem Bad nur für uns allein. Diego, ihr kleiner Hund, hält uns ganz schön auf Trab. Es kommt auch vor, dass er mal einen Schlüpper von Uschi klaut und damit wegrennt. Uschi hat ihn dann irgendwann wieder bekommen.

Wir beginnen die Woche direkt mit einer Hop-On-Hop-Off-Bustour durch L.A. Die perfekte Methode, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen und herauszufinden, wo es uns am besten gefällt. Mit der Bustour können wir beliebig aus- und wieder zusteigen und haben zwei Tage Zeit, alles anzuschauen, was wir wollen. Mit dieser Tour entdecken wir Santa Monica mit seinem wunderschönen Pier, den Hippie Venice Beach, das angesagte Hollywood mit dem Walk of Fame und dem berühmten Pink’s Hot Dog Stand, Beverly Hills mit teuren Shopping Straßen und Downtown L.A. mit seinen Wolkenkratzern. Los Angeles ist RIIIEEESSIIIGGGGG. Allein um von dem City Center nach Manhatten Beach zu kommen, brauchen wir zwei Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Stadt ziemlich in der Wüste mit bunt gemischten Menschen voller Lebensfreude. In dieser Woche besuchen wir auch einige Kirchen und lassen uns inspirieren. Am Griffith Observatory genießen wir eine Aussicht über die ganze Stadt und den Hollywood Schriftzug. Umwerfend und super schön. Unsere Hosts sind wikrlich extrem freundlich. In der Woche grillen wir mit ihnen und Juan-Carlos macht mit uns einen Ausflug zu Space X, wo er arbeitet. Er erzählt uns die lustigsten Geschichten und ist sehr stolz darauf, die Triebwerke für die Raketen zu bauen und Teil von etwas Großem zu sein. Zum Beispiel schickte Elon Musk einmal einen Käse in die Atmosphäre als Testgegenstand… Unsere Gastgeber leihen uns am folgenden Tag ihre Beachbikes, mit denen wir den Manhatten Beach entlang düsen. Wir sind total begeistert, denn direkt am Strand stehen viele kleine Strandhäuser aus Holz. Der Strand zieht sich kilometerweit und es herrscht eine total entspannte Atmosphäre.